Auf viele Weisen, so kann man argumentieren, ist der Lockenstab die grossartigste Innovation im Haarstyling des 20. Jahrhunderts und er hat sich dramatisch von seiner ersten Inkarnation zu einem Gerät entwickelt,
das leicht anzuwenden ist und im Vergleich zu seinen Vorfahren viel bessere Resultate produziert.
Eine Kurze Geschichte
Marcel Grateu, ein Friseur und Erfinder aus Paris, haben wir die Entwicklung einer Frisiertechnik zu verdanken, bei der das Haar in den späten 1870ern um aufgeheizte Stäbe gewickelt wurde. Die ersten Lockenstäbe
waren polierte Stäbe aus Metall, die in einem Feuer oder in einem Ofen aufgeheizt wurden bevor das Haar spiralförmig auf sie gewickelt wurde um Locken entstehen zu lassen. Übliche Probleme dabei waren einerseits
das Verbrennen des Haares aber auch Verbrennungen auf der Kopfhaut und auf den Händen.
Im folgenden Jahrhundert waren Lockenstäbe vor allem ein Werkzeug in professioneller Hand, da die Anwendung zuhause immer noch zu kompliziert und auch nicht ungefährlich war, wenn man sich nicht das Haar und die
Haut verbrennen wollte. Dennoch gab es Fortschritt, die Techniken verbesserten sich und die Geräte erlebten eine dramatische Neugeburt als sich die Elektrizität verbreitete und es möglich wurde Lockenstäbe zu
entwickeln, die sich selbst aufheizten.
Irgendwann in den 60er Jahren konnten Frauen dann Lockenstäbe selbst und zuhause benutzen. Die Geräte waren nun sicher genug um sie selbst am eigenen Haar einzusetzen und gute Ergebnisse zu bekommen. Sie waren
elektrisch, heizten sich selbst auf und waren leicht zu bedienen, aber immer noch Lichtjahre entfernt von den Produkten, die wir heute haben.
Lockenstäbe Heute
Wenn sie heute einen Lockenstab kaufen wollen, entweder in ihrem Kaufhaus, einer Drogerie oder einem speziellen Geschäft für Friseurbedarf, dann finden sie Dutzende von verschiedenen Größen, Formen und Arten von
Heißgeräten. Es gibt Flacheisen um das Haar zu glätten und geschmeidig zu machen. Es gibt Kreppeisen um dem Haar kleine Wellen zu verschaffen und diese werden sogar mit verschiedenen Einsätzen und Wellenstärken
oder anderen Mustern angeboten, von sanften S-Schwüngen bis zu zick-zack Formen.
Lockeneisen gibt es mit unterschiedlichen Durchmessern und sogar mit mehreren Stäben in einem Gerät. Die Materialien der Stäbe sind heute auch sehr anders als damals. In den 70er Jahren gab es Lockenstäbe mit die
mit Chrom beschichtet waren, was auch funktionierte. Heute aber haben wir Eisen, mit einer antihaft Beschichtung und speziellen Mineralien, die dazu beitragen, dass die Hitze gleichmässig auf der Oberfläche des
Eisens verteilt ist und dadurch ein Versengen des Haares verhindert und es sanft macht. Viele Eisen haben heute Infrarothitze und Ionen Technologie um das Haar sanfter zu erwärmen und gleichzeitig Statik und
Austrocknen vermindern. Das Haar wird so seidig und glänzend.
Stäbe voller Spass
Der Durchmesser der Stäbe bestimmt die Größe der Locken und je kleiner der Stab ist umso kompakter wird die Locke oder Welle. Geräte mit mehr als einem Stab (zum Beispiel 2 oder gar 3 an einem Griff) werden benutzt
um lange Wellen zu kreieren oder viel Schwung und verschiedene Richtungen in langes Haar zu bringen.
Es gibt Lockenstäbe mit Durchmessern von 0.6 Zentimeter bis zu 5 Zentimeter. Kleinere Lockenstäbe sind ideal für kurzes Haar und hinterlassen kleinere, dichte Locken, wobei die dickeren Stäbe für längeres Haar
eingesetzt werden und sanfte Locken und Wellen legen.