Die Illusion von dickerem Haar

Brünett mit langem, welligem Haar
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F: Ich bin brünett und habe feines, welliges und etwas trockenes Haar. Seit etwa fünf Jahren leide ich aufgrund von chronischer Anämie und Stress unter Haarausfall. Es fällt besonders entlang meines vorderen Haaransatzes auf, weshalb ich mich unwohl fühle, wenn ich meine Haare nach hinten gebunden trage.
 
Gibt es eine Frisur, die die Illusion von dickerem Haar erzeugen kann? Ich würde auch gerne wissen, ob es Stylingtechniken oder Produkte gibt, die mein Haar voller wirken lassen, ohne zusätzlichen Schaden anzurichten.

 
A: Angesichts deiner Diagnose von chronischer Anämie und Stress gehe ich davon aus, dass du bereits in ärztlicher Behandlung bist und dieser Haarausfall hoffentlich nur vorübergehend ist. In der Zwischenzeit solltest du das Beste aus dem Erscheinungsbild deiner Haare herausholen, bis das neue Wachstum einsetzt und du wieder zu deinem gewohnten Look zurückkehren kannst.
 
Mein bester Rat ist, deine natürliche Welle zu akzeptieren und gezielt zu betonen, besonders am Oberkopf und im vorderen Bereich. Sanfte Wellen oder leichte Locken, kombiniert mit ein paar strategisch gesetzten Stufen, sorgen für deutlich mehr Stand und Bewegung. Haar mit Textur nimmt von Natur aus mehr Raum ein und wirkt dadurch optisch voller als Haar, das flach am Kopf anliegt.
 
Der Schlüssel beim Stufenschnitt liegt allerdings in der Mäßigung. Zu viele kurze Stufen können feines Haar tatsächlich noch dünner wirken lassen, weil sie den Spitzen zu viel Dichte nehmen. Bitte deine Stylistin oder deinen Stylisten stattdessen um lange, innenliegende Stufen, die Volumen aufbauen und deine natürliche Welle unterstützen, ohne die Gesamtdicke deines Haares zu opfern. Wenn du vorne etwas mehr Länge behältst, kann das zudem helfen, das Erscheinungsbild eines lichter werdenden Haaransatzes zu kaschieren und gleichzeitig dein Gesicht schön einzurahmen.
 
Vermeide chemische Behandlungen wie Dauerwellen oder starkes Blondieren, da diese bei Haar, das durch Anämie und Stress ohnehin schon geschwächt ist, schnell zu starkem Haarbruch führen können. Stattdessen kannst du temporäres Volumen ganz einfach mit hitzefreien Styling-Methoden erzeugen, indem du zum Beispiel mit weichen Schaumstoff-Lockenwicklern schläfst. Wenn du lieber einen Lockenstab benutzt, wähle immer eine niedrige Hitzestufe und trage vorher ein leichtes, alkoholfreies Hitzeschutzspray auf, um dein trockenes Haar vor Schäden zu schützen.
 
Auch die Haarlänge an sich kann einen großen Unterschied machen. Eine schulterlange oder etwas kürzere Frisur (wie ein Long Bob) verleiht feinem Haar oft mehr natürliche Fülle als sehr langes Haar, das durch das eigene Gewicht eher nach unten gezogen wird. Ein tiefer Seitenscheitel oder ein sanfter Zickzack-Scheitel anstelle eines exakten Mittelscheitels kann das lichter werdende Haar am vorderen Ansatz ebenfalls kaschieren, indem das Haar geschickt umgeleitet wird und so der Eindruck von mehr Fülle entsteht.
 
Da du erwähnt hast, dass dein Haar etwas trocken ist, ist es wichtig, die perfekte Balance zwischen Volumen und Feuchtigkeit zu finden. Verwende einen leichten, feuchtigkeitsspendenden Conditioner, aber konzentriere ihn ausschließlich auf die Längen und Spitzen statt auf die Kopfhaut. Das verhindert, dass der Ansatz beschwert wird und platt herunterhängt, während deine trockenen Spitzen gesund und frisierbar bleiben. Suche beim Styling nach Volumenschaum oder Sprays für den Ansatz, die explizit als „alkoholfrei“ gekennzeichnet sind, um ein weiteres Austrocknen zu vermeiden.
 
Da dunkelbraunes Haar zudem einen starken Kontrast zu einer hellen Kopfhaut bildet, kannst du kosmetische Tricks anwenden, um die lichten Stellen zu kaschieren. Du könntest Schütthaar (aus natürlichem Keratin), ein getöntes Ansatzspray oder sogar einen matten Lidschatten in deinem genauen Braunton verwenden, den du sanft entlang deines vorderen Haaransatzes einklopfst. Diese kosmetischen Lösungen lassen dein Haar sofort deutlich dichter wirken.
 
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Siehe auch: Noch mehr Fragen zu Haarausfall