Dauerwelle und Mütze tragen

A: Eine fachgerecht erarbeitete Dauerwelle verhält sich im Grunde wie naturkrauses oder naturlockiges Haar. Eine Kapsel oder Mütze verändert deinen Look zwar kurzzeitig, zerstört die Dauerwelle an sich aber keineswegs. Wie stark das Haar plattgedrückt wird, hängt vor allem davon ab, was für eine Kopfbedeckung du trägst, wie eng sie anliegt und wie lange du sie aufhast.
Die restlichen zwei Drittel der Festigkeit stammen von den physikalischen Bindungen, hauptsächlich Wasserstoff- und Salzbrücken. Diese Bindungen sind nur temporär und reagieren ständig auf Alltagseinflüsse wie Hitze, Luftfeuchtigkeit, Bürsten oder Druck. Genau deshalb drückt sich das Haar unter einer Mütze platt, verliert bei feuchter Luft an Spannkraft oder lässt sich beim Föhnen über eine Rundbürste wieder neu umformen.
Also ja: Eine eng anliegende Wintermütze drückt deine Locken vorübergehend zusammen. Genauso wie bei einer Naturlocke. Das Haar wird dadurch aber keineswegs wieder dauerhaft glatt. In den meisten Fällen reicht es schon aus, die Mütze abzunehmen und das Haar mit den Fingern kurz aufzuschütteln, um das Volumen und den Aufsprung der Locken wiederzubeleben.
Wenn du weißt, dass du oft Mützen trägst, besprichst du am besten direkt bei deiner Beratung im Salon einen passenden Haarschnitt und die richtige Wickeltechnik. Lockere Umformungen oder leichte Beach Waves erholen sich nach dem Abnehmen meist leichter als sehr krause Locken.

Greif außerdem bevorzugt zu weiter geschnittenen Mützen oder Modellen mit Seiden- bzw. Satinfutter, da diese deutlich weniger Druck und Reibung auf die Schuppenschicht ausüben. Alternativ halten auch ein locker gewickelter Wollschal, Stirnbänder oder Ohrenwärmer angenehm warm, ohne dein Styling plattzudrücken.
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Siehe auch: Noch mehr Fragen zu Dauerwellen