Kappen, Hüte & Haarausfall

A: Nein. Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass das Tragen einer Kopfbedeckung zu dauerhaftem Haarausfall oder gar einer Glatze führt. Die unangenehmste Folge für die meisten ist lediglich das typische Plattdrücken der Haare.
Ein weiterer Aspekt bei häufigem Tragen ist die eingeschränkte Luftzirkulation auf der Kopfhaut. Bei Hitze oder beim Sport sammeln sich Schweiß, Talg, Schmutz und abgestorbene Hautschuppen unter der Kappe an. Werden diese Rückstände nicht regelmäßig ausgewaschen, können sie die Haarfollikel belasten, was zu Juckreiz oder verstopften Poren führt. Das verursacht zwar keine Glatze, aber ein gestörtes Kopfhautklima kann das gesunde Haarwachstum beeinträchtigen.
Die Lösung ist einfach: Halte deine Kopfhaut stets rein. Ein spezielles Kopfhaut Deep-Cleansing-Shampoo hilft, Talg und Ablagerungen gründlich zu entfernen.

Zudem sollten Kappen und Hüte richtig sitzen. Ist eine Cap extrem eng eingestellt, entsteht dauerhafte Reibung oder Zug am Haaransatz, besonders im Stirn- und Schläfenbereich. In seltenen Fällen kann dieser anhaltende Zug zu einer sogenannten Traktionsalopezie führen. Das liegt jedoch an der ständigen Zugbelastung und nicht am Tragen einer Kopfbedeckung an sich. Eine gut sitzende Baseballcap oder ein moderner Hut üben keineswegs genug Druck auf die Follikel aus, um dauerhafte Schäden anzurichten.
Der Mythos „Kappen machen kahl“ hält sich vor allem deshalb so hartnäckig, weil viele Menschen, die bereits unter schütterem Haar oder Haarausfall leiden, bevorzugt zur Kopfbedeckung greifen. Mit anderen Worten: Sie tragen eine Kappe, weil sie Haare verlieren, nicht umgekehrt.
©Hairfinder.com
Siehe auch: Noch mehr Fragen zu Haarausfall