Kappen, Hüte & Haarausfall

Frau, die eine Baseballcap trägt
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F: Führt das Tragen von Kappen oder Hüten zu einer Glatze? Ich trage schon fast mein ganzes Leben lang Baseballcaps und mir wird ständig gesagt, dass ich dadurch meine Haare verliere. Stimmt das? Ich bin eine Frau.
 
A: Nein. Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass das Tragen einer Kopfbedeckung zu dauerhaftem Haarausfall oder gar einer Glatze führt. Die unangenehmste Folge für die meisten ist lediglich das typische Plattdrücken der Haare.
 
Dennoch können die Art der Kopfbedeckung und die Weise, wie du sie trägst, den Haarzustand spürbar beeinflussen. Caps oder Hüte mit ungeschütztem Gummiband, rauen Innennähten oder harten Plastik- bzw. Metallverschlüssen können sich im Haar verfangen und zu Haarbruch führen. Grobe Stoffe erzeugen zudem Reibung an der Schuppenschicht des Haarschafts, was das Haar mit der Zeit spröde und brüchig macht. Modelle mit glattem Innenfutter (wie Seide oder Satin) und einer optimalen Passform helfen, solche Strukturschäden am Haar zu minimieren.
 
Ein weiterer Aspekt bei häufigem Tragen ist die eingeschränkte Luftzirkulation auf der Kopfhaut. Bei Hitze oder beim Sport sammeln sich Schweiß, Talg, Schmutz und abgestorbene Hautschuppen unter der Kappe an. Werden diese Rückstände nicht regelmäßig ausgewaschen, können sie die Haarfollikel belasten, was zu Juckreiz oder verstopften Poren führt. Das verursacht zwar keine Glatze, aber ein gestörtes Kopfhautklima kann das gesunde Haarwachstum beeinträchtigen.
 
Die Lösung ist einfach: Halte deine Kopfhaut stets rein. Ein spezielles Kopfhaut Deep-Cleansing-Shampoo hilft, Talg und Ablagerungen gründlich zu entfernen.
 
Kappe mit Metallverschluss, der das Haar schädigen kann
 
Zudem sollten Kappen und Hüte richtig sitzen. Ist eine Cap extrem eng eingestellt, entsteht dauerhafte Reibung oder Zug am Haaransatz, besonders im Stirn- und Schläfenbereich. In seltenen Fällen kann dieser anhaltende Zug zu einer sogenannten Traktionsalopezie führen. Das liegt jedoch an der ständigen Zugbelastung und nicht am Tragen einer Kopfbedeckung an sich. Eine gut sitzende Baseballcap oder ein moderner Hut üben keineswegs genug Druck auf die Follikel aus, um dauerhafte Schäden anzurichten.
 
Der Mythos „Kappen machen kahl“ hält sich vor allem deshalb so hartnäckig, weil viele Menschen, die bereits unter schütterem Haar oder Haarausfall leiden, bevorzugt zur Kopfbedeckung greifen. Mit anderen Worten: Sie tragen eine Kappe, weil sie Haare verlieren, nicht umgekehrt.
 
©Hairfinder.com
 
Siehe auch: Noch mehr Fragen zu Haarausfall