Pferdeschwanz und Haarlänge

Frau, die ihre Haare in einen Pferdeschwanz steckt
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F: Wie lang muss dein Haar sein, bevor du es zu einem Pferdeschwanz zusammenbinden kannst?
 
A: Das ist zumindest eine einfache Frage. Um dein Haar zu einem Pferdeschwanz zusammenzubinden, muss es so lang sein, dass selbst die Strähnen, die am weitesten vom gewünschten Bindepunkt entfernt sind, locker über diesen Punkt hinausreichen.
 
Wenn du zum Beispiel einen tief sitzenden Pferdeschwanz im Nacken tragen möchtest, muss das Deckhaar an der Stirn lang genug sein, um über den Kopf bis in den Nacken zu reichen und noch ein Stück darüber hinauszuragen, damit du es sicher mit einem Haargummi fixieren kannst. Reicht das Haar gerade eben so bis zum Haargummi, lässt sich die Frisur nur schwer halten und einzelne Strähnen rutschen ständig heraus.
 
Das Haar am Hinterkopf muss in diesem Fall nicht so lang sein wie die vordere Partie, aber immer noch lang genug, um sauber bis zum Bindepunkt geführt zu werden. Wenn du einen höheren Pferdeschwanz am Oberkopf bevorzugst, muss entsprechend das Haar im Nacken lang genug sein, um komplett nach oben zu reichen. Je höher der Pferdeschwanz sitzt, desto mehr Länge benötigst du generell von den Konturen im Nackenbereich.
 

Richtwerte und Haardichte

Als Faustregel gilt: Kinnlanges oder etwas längeres Haar lässt sich meist schon zu einem kleinen Pferdeschwanz zusammenfassen, wobei kurze Stufen oder feine Strähnen rund um das Gesicht und den Nackenbereich noch herausfallen können. Schulterlanges oder noch längeres Haar lässt sich deutlich einfacher, sauberer und vollständiger zurücknehmen.
 
Auch die Haardichte spielt eine wesentliche Rolle. Dickes oder sehr dichtes Haar sorgt für einen größeren Umfang an der Basis des Pferdeschwanzes. Du brauchst also tatsächlich etwas mehr Länge, um die Haarmasse überhaupt geschmeidig durch das Haargummi zu ziehen. Wenn dein Haar noch etwas zu kurz ist, helfen professional Stylingprodukte wie Pomade, Haarspray oder Abteilklammern und Bobbypins, um widerspenstige Strähnen zu fixieren.
 
Verschiedene Längen für Pferdeschwänze
 

Wie der Haarschnitt den Pferdeschwanz formt

Die unterschiedlichen Längen am Kopf bestimmen natürlich das Endergebnis. Wenn dein Haar hinten kürzer geschnitten ist und nur vorne lang genug zum Zurückbinden ausfällt, entsteht ein sehr kurzer, stumpfer Pferdeschwanz. Das ist typisch für graduierte Schnitte oder einen klassischen A-Linien-Bob, bei denen die Partie am Hinterkopf bewusst kürzer gehalten wird.
 
Wenn dein Haar auf eine einheitliche Länge geschnitten ist und du es zurückbindest, läuft der Pferdeschwanz zu den Spitzen hin natürlich schmaler zu. Ist das Haar hingegen kompakt auf eine Kante geschnitten, wirkt das Ende des Pferdeschwanzes deutlich voller und strammer. Gestuftes Haar ergibt meist einen weicheren, aufgelockerten Pferdeschwanz, bei dem kürzere Stufen eher für natürliches Volumen sorgen als für einen strengen, glatten Look.
 

Der Einfluss der Haarstruktur

Auch die Haarstruktur spielt eine entscheidende Rolle. Glattes Haar gleitet meist müheloser in ein Haargummi, während gelocktes Haar durch den optisch kürzer wirkt; selbst wenn die eigentliche Haarlänge beim Langziehen absolut ausreicht.
 
Welliges und gelocktes Haar lässt sich leichter verarbeiten, wenn du es vor dem Zusammenfassen leicht ausstreckst oder ausföhnst. Viele nutzen aber auch gerne die natürliche Textur für einen fülligeren, voluminösen Pferdeschwanz.
 

Haargesundheit

Verwende schonende Haargummis ohne Metallverbindung oder weiche Scrunchies, um Haarbruch und Spliss effektiv zu vermeiden.
 
Wickle das Haargummi nicht zu stramm und trage den Pferdeschwanz nicht jeden Tag an exakt derselben Stelle. Dauerhafter Zug an den Haarwurzeln kann zu Haarbruch führen und auf Dauer eine Form von Haarausfall an den Konturen begünstigen.
 
©Hairfinder.com
 
Siehe auch: Noch mehr Fragen zu Haarstyling