Frisuren für mollige Frauen

Du musst verstehen, dass die meisten Frauen nicht einfach nur eine Frisur möchten, die gut aussieht. Sie soll nicht nur „hübsch“ sein. Die Frisur soll sie schlanker wirken lassen oder ihnen zumindest das Gefühl geben, schlanker auszusehen. Glücklicherweise gibt es einige Tipps und Tricks, mit denen sich genau das erreichen lässt.
Wenn es um fülligere Frauen geht, sollten wir nicht nur die Proportionen der Gesichtszüge berücksichtigen, sondern auch die des gesamten Körpers. Das Haar sollte für ein ausgewogenes Gesamtbild sorgen: Es soll dabei helfen, die ideale ovale Gesichtsform zu betonen, und gleichzeitig mit den Körperproportionen harmonieren. Schauen wir uns deshalb die zwei häufigsten Körperformen – Apfel und Birne – etwas genauer an, um besser zu verstehen, worauf man achten sollte.
Äpfel und Birnen
Die zwei häufigsten Körpertypen werden als „Äpfel“ und „Birnen“ bezeichnet, weil ihre Silhouette an diese Früchte erinnert.
Menschen, die dazu neigen, vor allem am Oberkörper und am Bauch zuzunehmen, werden im Allgemeinen als „Äpfel“ bezeichnet. Der Großteil des Gewichts verteilt sich auf den Oberkörper und die Körpermitte, während die Beine oft vergleichsweise schlank bleiben. Dieser Eindruck verstärkt sich zusätzlich bei Frauen, die zierlich sind oder einen kürzeren Oberkörper haben.

Als „Birnen“ bezeichnet man Frauen, die häufig als kurvig oder vollschlank beschrieben werden. Sie haben meist eine feminine Figur mit ausgeprägten Kurven. Das Gewicht konzentriert sich überwiegend auf den Unterkörper, insbesondere auf Hüften und Oberschenkel. Viele Frauen mit einer Birnenfigur haben außerdem eine längere Taille und sind oft größer als der Durchschnitt.
Durch diese unterschiedlichen Körpertypen unterscheiden sich auch die Anforderungen an die passende Frisur. Da Frauen mit einer Apfelfigur einen breiteren Oberkörper haben, wirkt der Kopf häufig kleiner. Sehr kurze Frisuren sind deshalb oft nicht die beste Wahl. Gleichzeitig sollte die Frisur aber auch nicht zu voluminös sein, denn ein zu massiver Look kann den ohnehin kräftigeren Oberkörper zusätzlich betonen.
Die Birnenfigur wird bei der Frisurenwahl häufig mit der Apfelfigur in einen Topf geworfen. Zwar geht es bei beiden darum, ein harmonisches Verhältnis zwischen Haar und Körper zu schaffen, doch der Oberkörper einer Birnenfigur ist im Vergleich meist deutlich schmaler als der einer Apfelfigur. Deshalb wirken Frauen mit einer Birnenfigur oberhalb der Körpermitte häufig weniger füllig. Dadurch ist die Auswahl an passenden Frisuren größer, und auch kürzere Haarschnitte können hervorragend funktionieren.
Grundsätzlich gilt bei jeder übergewichtigen Person: Die Frisur sollte am Oberkopf etwas Volumen und Höhe erzeugen, während das seitliche Volumen eher zurückhaltend bleiben sollte. Dadurch wird der Blick nach oben gelenkt und das Gesicht wirkt optisch länger und ovaler. Wer einen Pony tragen möchte, sollte einen gerade geschnittenen Pony möglichst vermeiden und stattdessen eine schräge oder seitlich fallende Variante wählen. Die horizontale Linie eines geraden Ponys lässt das Gesicht breiter erscheinen und wirkt damit dem gewünschten Effekt entgegen.
Besonderheiten des Gesichts
Die Gesichter von Frauen mit diesen beiden Körpertypen können genauso unterschiedlich sein wie Schneeflocken. Dennoch gibt es einige Gemeinsamkeiten, die bei diesen Körperformen häufiger auftreten. Die beiden häufigsten Gesichtstypen sind das „ausgewogene“ Gesicht und das „eng proportionierte“ Gesicht. Die Unterschiede zwischen beiden sind deutlich.

Ein „ausgewogenes“ Gesicht kann zwar fülliger sein, die einzelnen Gesichtszüge bleiben jedoch gut proportioniert. Abgesehen von typischen Bereichen, an denen sich zusätzliches Gewebe zeigt – etwa an Wangen, Kinn oder Hals –, wirken die Gesichtszüge im Verhältnis zum restlichen Gesicht harmonisch. Dieser Gesichtstyp kommt häufiger bei Frauen mit einer Birnenfigur vor, da sich zusätzliches Gewicht bei ihnen gleichmäßiger verteilt und vor allem am Unterkörper sichtbar wird.
Zwei Beispiele für ein ausgewogenes Gesicht bei fülligeren Frauen sehen wir bei Kathy Bates und Margo Martindale. Auf dem ersten Foto von Kathy Bates sieht man sehr gut, wie unvorteilhaft eine Kurzhaarfrisur selbst bei einer Frau mit ausgewogenen Gesichtsproportionen wirken kann. Das Fehlen eines Ponys lässt ihr Gesicht länger erscheinen, während die dominante Stirn die obere Gesichtshälfte zusätzlich betont.



Die Fotos von Nikki Blonsky zeigen ein typisches Beispiel für eine klassische Apfelfigur. Sie ist von zierlicher Statur, und ihr Gewicht konzentriert sich überwiegend auf den Oberkörper.


Die Haarregeln
Letztlich läuft alles auf einen einfachen Grundsatz hinaus: Behalte bei der Wahl deiner Frisur immer die Proportionen und das Gleichgewicht im Blick.
Wenn du eine Birnenfigur hast, achte darauf, dass deine Frisur für eine harmonische Balance sorgt. Überlege außerdem, ob dein Gesicht eher ausgewogen oder eng proportioniert ist und ob sich der gewählte Schnitt entsprechend anpassen lässt (siehe Grafik).
Wenn du eine Apfelfigur hast, solltest du berücksichtigen, dass deine Körpergröße und Statur den Gesamteindruck zusätzlich beeinflussen können. Vermeide deshalb Frisuren, die deinen Kopf entweder zu klein oder zu groß erscheinen lassen. Eine Frisur mit mittlerem Volumen und mittlerer Länge ist in vielen Fällen eine ausgezeichnete Wahl und wird häufig auch von Friseurinnen und Friseuren empfohlen.
Und wo wir gerade beim Thema Friseur sind: Scheue dich nicht, deinen Friseur oder deine Friseurin um Rat zu fragen, wenn du Lust auf eine Veränderung hast. Gemeinsam findet ihr eine Frisur, die deine Vorzüge optimal unterstreicht.
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